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Vergütung für Videosprechstunden

Ärztin rechnet Videosprechstuden ab.

Als Ärztin oder Arzt können Sie die Videosprechstunde genauso abrechnen wie Termine, die in unmittelbarem Kontakt stattfinden. Das gilt für sowohl gesetzlich, als auch für privat Versicherte.


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Corona-Sonderregelung

Als Reaktion auf das Coronavirus, sind derzeit die Fallzahlen und Leistungsmengen bei Videosprechstunden unbegrenzt.

Videobehandlungen können Sie bei vorliegendem Patienteneinverständnis unverändert bis zum 30. September 2021 durchführen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses hervor.

Vor der Corona-Pandemie war für 80 % der Behandlungsfälle und erbrachten Leistungen ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich.

Confrere informiert Sie regelmäßig über neue Beschlüsse zu dieser Sonderregelung, empfiehlt Ihnen jedoch sicherheitshalber die Details in der KBV-Übersicht Videosprechstunde nachzuschlagen.

Videosprechstunde gültig bei allen Indikationen

Seitdem im April 2019 der Weg für Videokonsultationen bei allen Indikationen frei gemacht wurde, haben Sie einen größeren Spielraum, Ihren Sprechstunden digitaler und einfacher zu gestalten. Die KBV hat für Sie alles Wesentliche zur Abrechnung von Videosprechstunden in der GKV zusammengefasst.

Abrechnung gemäß EBM

Ebenfalls noch bis zum 30. September 2021 sorgt die Anschubsförderung dafür, dass Sie bei mindestens 15 bis zu maximal 50 Videosprechstunden im Quartal zusätzlich 10 € (GOP 01451) pro Videosprechstunde (maximal 500 €) verdienen.

Wir zeigen Ihnen hier Beispiele finanzieller Anreize und Zuschläge (GOP) für Videosprechstunden.

  • GOP 03040/04040 bei Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrags
  • GOP 03060/03061 bei der Unterstützung der hausärztlichen Versorgung durch qualifizierte nichtärztliche Fachangestellte
  • PFG-Zuschlag: Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung
  • Der Technikzuschlag (GOP 01450) deckt mit bis zu 205,52 € extra pro Quartal für die ersten 47 Videosprechstunden größtenteils die Kosten Ihres Confrere-Vertrags.
  • GOP 01470 Verordnung von DiGA (2 € /18 Punkte) einmal im Behandlungsfall.

Unsere Videogespräche mit bis zu 4 Teilnehmern ermöglichen die Abrechnung von:

  • GOP 01442 bzw. 37320 bei sektorübergreifenden, koordinerenden Videofallkonferenzen (Telekonsile) zwischen Ärzten und Pflege(fach)kräften (9,57 €/ 86 Punkte)
  • GOP 37400 Zusatzpauschale für die Beteiligung an der Beratung eines Patienten (11,12 € / 100 Punkte)

Eventuelle fachgruppenspezifische Abschläge bei Behandlungen, die quartalsweise ausschließlich per Video erfolgen, sind ebenfalls in der KBV-Übersicht verzeichnet. Des Weiteren finden Sie genaue Details zu haus- und fachärztlichen Leistungen in der aktuellen Vergütungsübersicht Videosprechstunde.

Confrere bei der zuständigen KV anzeigen

Oft verlangt die Kassenärztliche Vereinigung (KV), dass Sie Confrere als Ihren bevorzugten Videodienstanbieter anzeigen:

Ärzte oder Psychotherapeuten können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde erst dann abrechnen, wenn sie ihrer Kassenärztlichen Vereinigung zuvor angezeigt haben, einen zertifizierten (Anlage 31b zum BMV-Ä) Videodienstanbieter zu nutzen. In einigen KV-Regionen ist diese Regelung zurzeit ausgesetzt.

Kassenärztliche Bundesvereinigung, 04.02.2021

Confrere ist gemäß den Anforderungen der Anlage 31b zum BMV-Ä zertifiziert.

Die aktuellen Regelungen erfahren Sie bei Ihrer KV.

Leistungsabrechnung bei Privatversicherten

Die Bundesärztekammer hat Abrechnungsempfehlungen samt eine Handreichung für die Organisation von Videosprechstunden veröffentlicht.

Die medizinische Notwendigkeit ist das entscheidende Kriterium, wenn und in welchem Umfang Sie als Arzt Videokonsultationen anbieten. Laut dem Verband der Privaten Krankenkassen sind die unterschiedlichen tariflichen Bestimmungen der PKV-Verträge mehrheitlich uneingeschränkt.

Bei konkreten Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre jeweilige (fachärztliche) Standesvertretung. Versicherte können Details und eventuelle Fragen mit ihren PKV-Unternehmen klären.

Sowohl kurze, als auch eingehendere Beratungen und Therapien sind einvernehmlich bestehenden GOÄ-Ziffer 1, 3, 4, 5 (Suffix A-D, K1, P), 70, 75, 15 und 34 erstattungsberechtigt.

Maximilien Hjortland
Maximilien Hjortland
Content Strategist
max@confrere.com